Überblick
Ein glatter, schneller und wirtschaftlicher Übergang zu Diensten der nächsten Generation (Voice, Daten und Video) ist für Carrier lebenswichtig, stellt jedoch auch kritische Herausforderungen. Welche Technologie ist am besten, vom Standpunkt der finanziellen Investition, Time-to-Market und der Fähigkeit, Dienste bereit zu stellen, die der Kunden kauft? Welche Prozesse können den Service Provider bei diesem Übergang am besten unterstützen? Mit dem richtigen Verfahren und den entsprechenden Prozessverbesserungen können Carrier schnell neue Technologien, wie ADSL2+ und VDSL, einführen, die helfen, die Wettbewerbs- und Finanzherausforderungen zu überwinden. Der Bedarf für entscheidende Maßnahmen ist offensichtlich.
Service Provider stehen bedeutenden technischen Herausforderungen gegenüber, wenn sie versuchen Triple-Play-Dienste über Kupfer-F2-Einrichtungen bereitzustellen. Je größer die Entfernung ist, die ein Signal über Kupfer zurücklegen muss, desto geringer ist die verfügbare Bandbreite. Selbst erweiterte DSL-Protokolle, wie ADSL2+, die Triple-Play-Bandbreiten über kürzere Entfernungen übertragen können, unterliegen diesen Grenzwerten.
Einige Carrier umgehen derartige Probleme, indem sie neue Glasfaser-Zugangseinrichtingen zu jedem Kundenstandort bauen. Diese Lösung ist als FTTH (Fiber To The Home) bekannt. Doch ein alternatives Verfahren verspricht Triple-Play-Übertragung ohne die Kosten von FTTH. Die gleichen Dienste können mit dem FTTN-Verfahren (Fiber To The Neighborhood) zu niedrigeren Kosten erbracht werden. Studien zeigen, dass die meisten Verteilteilnehmerleitungen (F2) 1300 m oder kürzer sind. Über diese Entfernung können unter Verwendung der fortschrittlichsten DSL-Protokolle (ADSL2+ und VDSL) Voice-, Daten und Videodienste über Kupfer-Teilnehmerleistungseinrichtungen erbracht werden. Doch um derart große Mengen von Daten über paarverdrillte Kupferdrähte zu übertragen, müssen die Teilnehmerleitungseinsrichtungen Spitzenleistung gewährleisten. Die Qualität der F2-Anlage ist wichtiger denn je, um die erforderlichen Mindestgeschwindigkeiten für simultane Voice-, Daten- und Videodienste zu garantieren.
Ein Hochgeschwindigkeitsdienst, wie Video-on-Demand, der eine Bandbreite von mehr als 16 Mbps benötigt, erfordert „makelloses“ Kupfer. Darüber hinaus erfordern ADSL2+ und VDSL für Videodienst anhaltend Mindestgeschwindigkeit, dies im Gegensatz zu Datendienst. Mit Datenkommunikationsprotokollen können verlorene Pakete einfach nochmals gesendet werden, doch Video erfordert anhaltende Bandbreite. Dies stellt für Service Provider eine wesentliche Herausforderung dar. Selbst bei den reduzierten Teilnehmerleitungslängen, die durch FTTN möglich sind, kann ein bedeutender Teil der F2-Anlage Videoübertragung nicht unterstützen. Studien bestätigen, dass zwischen 20 und 35 Prozent der F2-Anlagen die Anforderungen von Video mit ADSL2+ und VDSL nicht unterstützen. Testen und Bereitstellen der Anlage ist ein unentbehrlicher Prozess für Carrier, die Triple-Play-Dienste anbieten wollen.